Suurstoffi 22 Risch Rotkreuz

Auf dem ehemaligen Industrie-Areal Suurstoffi entsteht in den nächsten Jahren ein durchmischtes, klimaneutrales Quartier, in dem Wohnen, Arbeiten und Freizeitaktivitäten gleichermassen Platz finden. Auf dem an der Bahnlinie gelegenen Baufeld 22 wird ein Bürogebäude in einer Holz-Beton-Verbundkonstruktion erstellt, das den Abschluss des Areals bildet. Mit zehn Geschossen ist dieser Bau das erste Bürohochhaus in Holzbauweise in der Schweiz. Volumetrisch verschränken sich zwei Körper ineinander, wobei der niedrigere Teil die Gebäudehöhen der umliegenden Bauten aufnimmt, während der Turmbau für Sichtbarkeit und Präsenz sorgt und gleichzeitig den Eingang markiert. Das Erdgeschoss ermöglicht dank mehreren Zugängen und Foyers eine individuelle Zuordnung zu verschiedenen Mieterszenarien. Auch die Bürogeschosse sind durch ihre regelmässige Struktur flexibel aufteilbar. Eine grundlegende Zonierung der Geschosse ist über die beiden Elemente Innenhof und Erschliessungskern vorgegeben, durch zusätzliche Abtrennungen können mehrere Nutzer pro Geschoss unabhängig voneinander funktionieren. Im Gegensatz zum Inneren, wo das Zusammenspiel von Holz und Beton den Charakter der Räume prägt, entzieht sich das Gebäude in seiner äusseren Erscheinung dieser Logik ganz bewusst. Durch seine tektonisch gefügte, matte Verkleidung in Alucobond mit den repetitiv gesetzten, abstrakten Fensteröffnungen wirkt der Bau elegant und erfährt durch den äusseren Sonnenschutz eine zusätzliche Auszeichnung.

PROJEKTDATEN

Standort:
Suurstoffi-Areal, Baufeld 22, Risch Rotkreuz

Bauherrschaft:
Zug Estates AG, Zug

Architekt: Burkard Meyer
Projektteam: Oliver Dufner, Daniel Krieg (Verantwortlicher Partner),
Adrian Meyer, Andreas Signer, Thomas Wernli (Projektleitung),
Markus Tschannen, Franziska Hellstern, Cyril Kunz

Wettbewerb 2015, 1. Rang
Realisierung 2016–2018